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Nightman 1.01
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• Story & Ablauf: Nun, zuerstmal sei gesagt, dass dieses Spiel eine gewagte, aber doch teilweise gelungene Verbindung zwischen dem mystischen Klassiker, dem Horror-RPG und einer diffusen Auswahl an Rätseln herstellt. Wie gesagt, teilweise gelungen. Die Geschichte ist in sich schlüssig, bietet auch keinerlei Anlass zu abstrusen Spekulationen bei Problemlösungen: es gibt nur eine Lösung pro vorhandenes Problem. Und derer gibt es reichlich. Im Spiel selbst kommen schon zu Anfang ziemlich knifflige Rätsel vor, was sich auch bis zum Schluss nicht ändert. Gemein ist bloß, dass man wirklich absolut jeden Text durchlesen sollte. Es gibt öfters Situationen, in denen man auf einen Stift und Papier oder einfach nur auf seinen Denkkasten angewiesen ist. Verraten werden die Lösungen natürlich nicht, schließlich will ich Euch ja auch mal schwitzen sehen! Die Rätsel sind im Übrigen sehr abwechslungsreich, es kommt also keine Langeweile auf – halt immer mal was anderes. Mal ist es ein Zahlenrätsel, dann ein unsichtbares Teleport-Labyrinth, dann wiederum ist es die Frage, wie man am schnellsten an den ganzen Gegnern vorbeikommt, die da immer so dumm im Weg rumstehen.
Allerdings ist die Geschichte ziemlich verworren. Meiner Meinung nach kommen manchmal so viele Informationen auf einmal, dass man nicht mehr weiß, welcher Typ jetzt eigentlich verschwunden ist, ob der Mainchara jetzt auf einmal eine Frau ist, oder ob ich überhaupt noch existiere. Ansonsten nicht schlecht, ist mal eine kleine Extravaganz unter den Rollenspielen.
Was mir noch aufgefallen ist: der Verfasser hatte anscheinend mächtig Spaß, in einem Lateinwörterbuch zu schmökern. Immer wieder werden lateinische Begriffe abgefragt – der Alptraum eines jeden Latinumprüflings wie mir. Ist eigentlich nicht schlecht, da man einige Begriffe erraten kann. Aber trotzdem kommt diese Art Rätsel meiner Meinung nach zu oft vor.
Unsere Bewertung: 18/23 Punkten
• Charaktere: Auf die Eigenschaften der einzelnen Charaktere kommt der Verfasser selten zu sprechen, einige werden auch nur kurz erwähnt, kommen jedoch später hinzu. Dennoch kann man sich einen guten Eindruck von den Charakteren verschaffen, weil öfters auch die Gedanken der einzelnen Helden wiedergegeben werden. Da man allerdings kaum Interaktionsmöglichkeiten hat, sind die Reaktionen zu einem kleinen Teil verschieden von den Erwartungen des Spielers. Alles in allem jedoch sind die Charaktere gut dargestellt, es gibt also kaum Probleme beim Verstehen der einzelnen Handlungen.
Unsere Bewertung: 10/12 Punkten
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• Features & Innovationen: Eigentlich nichts Neues vorhanden. Vielleicht sollte das Dreamland-KS an dieser Stelle genannt werden, aber ich schätze mal, das Spiel hätte ein paar mehr Features gebrauchen können. Ich denke aber, die einzelnen Rätsel sich ausdenken zu können, erfordert schon ein gewisses Maß an Intellekt und Geduld, deshalb sollten sie hier auch erwähnt werden.
Unsere Bewertung: 5/10 Punkten
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• Mapping: Nichts außergewöhnliches dabei. Sind zwar keine schlechten Chipsets, aber halt auch keine guten :D . Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es auch keiner besonderen Fertigkeiten bedarf, ein altes, dunkles, mystisches Haus immer wieder gleich zu gestalten. Im Allgemeinen sind die Sets gut aneinander angepasst, auch wen sich kaum etwas ändert. Wie gesagt, kaum. Immerhin wird aus einem alten. dunklen, mystischen Haus ein alter, dunkler, mystischer Kerker, später dann eine alte, dunkle, mystische Ruine und zu guter Letzt ein einzelner, alter, dunkler, mystischer Raum. Ziemlich mystisch, nicht wahr?
Hin und wieder gibt es ein paar Chipsetfehler, was ich ziemlich schade finde. Denn an und Pfirsich sind die Maps nicht schlecht.
Dann ist mir noch aufgefallen, dass der Verfasser augenscheinlich eine Antipathie gegen 20x15-Maps hat: im Spiel sind alle Maps in der horizontalen Ausrichtung ein Feld zu breit – was mich zu dem Schluss bringt, dass es 21x15-Maps sein müssen. Tadaa! Und wieder einmal habe ich bewiesen, dass auch ich zum logischen Denken fähig bin. Was mir sonst aber keiner glaubt. So wie ihr wahrscheinlich auch.
Aber ich glaube, das führt jetzt doch zu weit. =D
Unsere Bewertung: 6/10 Punkten
• Charaktergestaltung: Ich nehme doch stark an, dass zumindest der Hauptheld editiert ist. Bei den anderen bin ich mir nicht ganz sicher, gehe aber auch von einer eigenmächtigen Manipulation der zeichnerischen Werke andere Leute aus (auch bekannt als „editieren“).
Posen gibt es leider kein, auch nicht wenn der Held erschrocken hinter einer Wand verschwindet, um diffusen Gesprächen um sein und aller Schicksal zu lauschen. Und auch nicht, wenn der Chara per eingebautem Head-Set mit seinem Auftraggeber spricht.
Ein paar Posen hätten dem Spiel aber nicht geschadet.
Unsere Bewertung: 4/5 Punkten
• Sonstiges: Dummerweise ist die Textbox überhaupt nicht im Sinne des eigentlichen Spielthemas – nämlich Verwirrung, Intrige und a bisserl Mord, das Übliche eben. Nein die Textbox ist fruchtig grün und gold umrandet, und ab jetzt überall im Handel erhältlich. Der Titelbildschirm ist nicht schlecht, passt zum Spiel und sieht obendrein auch noch passabel aus.
Hab‘ ich schon erwähnt, dass er zum Spiel passt?
Nun ja, der GOS sieht mir aus wie ein Produkt der Langeweile im Geschichtsunterricht bei einer alten, klapprigen Dame, die abstruserweise immer ihren Namen vergisst. Wie alle andern auch ihren Namen vergessen. Einfach ein paar Hyperbeln im ersten und dritten Quadranten durch den Nullpunkt (hey, Du machst Mathe-Hausaufgaben in Geschichte?) und in ein einem dezenten violett (oder ist das blau?) gezeichnetes „Game Over“. Ein bisschen langweilig, aber okay. Aus Fehlern wird man klug, und deshalb: versuch nie wieder, in Geschichte GOS‘ zu zeichnen! Warte lieber auf Deutsch, das kommt besser!.
Mir scheint auch, der werte Herr Programmierer scheint ein bisschen faul und hat komplett vergessen, Artworks in sein Spiel einzubauen.
Aber dafür hat er einen wunderschönen Effekt kreiert, den er auch gern anzuwenden scheint. Das alles jetzt und hier zu beschreiben würde zu lange dauern, aber das sieht wirklich gut aus, muss man schon sagen.
Leider wurde auch nur bei einem Charakter eine Gesichtsmanipulation durchgeführt, und das ist nicht mal der Hauptheld. Schade eigentlich, denn bei eben diesem wären ein paar Ausdrücke nicht schlecht gekommen.
Unsere Bewertung: 3/5 Punkten
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• Motivation: Ja, doch man kann sagen, das Spiel ist fesselnd. Man will immer weiter spielen und auch die verworrene Handlung wird so ziemlich in der Mitte des Spiels noch einmal zusammen gefasst, damit der Spieler den Überblick behält. Durch verschiedene Höhepunkte und Stimmungswechsel wird das Spiel nicht langweilig. Auch die kleinen Rätsel gestalten das Spiel interessant. Die Rechtschreibung ist nicht immer ganz regelkonform, aber zumindest auch nicht tödlich, und das ist die Hauptsache.
Jedoch sind in diesem Spiel auch ziemlich viele Kämpfe, und die haben’s in sich. Manchmal steht der Unverwüstliche einem ganzen Staat von ihm missgesinnten Männern gegenüber, was das Spiel wieder etwas zu schwer gestaltet, aber dazu später mehr.
Alles in allem kann man sagen, dass man mit etwas Geduld bei diesem Spiel ziemlich weit kommen kann.
Unsere Bewertung: 15/17 Punkten
• Schwierigkeitsgrad: Wie schon erwähnt, sind die Kämpfe hier wirklich zu schwer. Zwar hat man manchmal eine Möglichkeit, die ganzen fiesen Gegner zu umgehen, aber wenn man nicht im Testmodus spielt und die Strg-Taste aus unerfindlichen Gründen soeben ausgefallen ist, sieht die Sache schlecht aus.
Unsere Bewertung: 0/3 Punkten
• Atmosphäre: Die Musik ist gut und auch neu, zumindest habe ich einige Titel noch nie zuvor gehört. Und zum Spiel passend ist sie auch. Nur Soundeffekte vermisse ich mitunter, oder man hört diese aufgrund niederer Lautstärke nicht allzu gut. Wie ich schon sagte, die Textbox passt eher zu Zelda-Adventuren, aber nicht zu solch einem Spiel. Jedoch, die Situation ist nicht immer gut gestaltet. Zwar ändert sich immer mal die BGM, aber nur kartenweise. Auf neue Situationen kommen meistens keine Highlights.
Unsere Bewertung: 4/10 Punkten
• Musikalische Gestaltung: Wie gesagt, die Musik ist gut, und außerdem nicht schon „ausgelutscht“, um es mal nach Worten der Vorlage hier zu nehmen, die trotz ihres Namens nicht vor mir liegt.
Unsere Bewertung: 5/5 Punkten
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• Also, eigentlich passt das Spiel weder zu „Horror“, noch zu „Adventure“ und auch nicht zu „Knobelspiel“, da es halt von jedem dieser drei Genres (wie spricht man das eigentlich aus??) einen Teil beinhaltet. Als Einsteigerspiel ist es wohl aber zu schwer, und dessenthalben nicht als solches geeignet. Das Kampfsystem ist halt nicht besonders herausragend, passt aber zum Spiel besser, als das Standart-KS.
Eine echte Extravaganz unter den RPGs! Unbedingt mal spielen!
• Gesamtbewertung: 70/100 Punkten
Written by Polymachaeroplagides
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Titel
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Autor
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Datum
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31.12.2016 |
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17.12.2011 |
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02.02.2009 |
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Amano
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20.07.2007 |
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Frääääägge
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09.04.2007 |
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Noobkiller
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19.12.2006 |
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23.03.2006 |
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Ich
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08.12.2005 |
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03.11.2005 |
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Ein Indianer
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06.09.2005 |
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Du
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29.05.2005 |
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25.05.2005 |
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HIJ
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19.05.2005 |
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Monster aus Versehen
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19.05.2005 |
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George Busch
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24.11.2004 |
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28.10.2004 |
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28.10.2004 |
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Checker
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02.10.2004 |
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???
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02.10.2004 |
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Caine Luveno
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26.06.2004 |
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22.06.2004 |
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Die Bewertung ist nach Meinung von...
• 47.62% der Rezensenten zu gut ausgefallen!
• 42.86% der Rezensenten gut nachvollziehbar!
• 9.52% der Rezensenten zu niedrig ausgefallen!
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